Do. Feb 25th, 2021

Neuerscheinung: Gerhard Medicus: Was uns Menschen verbindet: Humanethologische Angebote zur Verständigung zwischen Leib- und Seelenwissenschaften.

{booklibrary isbn=3861355825}

 

Zusammenfassung:

Was macht den Menschen zum Menschen? Wie hängen Körper und Geist zusammen, wie die Natur- und Geisteswissenschaften? Die Evolution hat an Leib und Seele Spuren hinterlassen. Deshalb erweisen sich evolutionäre Grundlagen als nützlich und notwendig auch für die Humanwissenschaften, die in der Trennung zwischen Natur und Geisteswissenschaften nach wie vor das Leib-Seele-Problem abbilden. Ausgehend von dieser Erkenntnis wird eine Theorie der Interdisziplinarität vorgestellt, um jenen Ufern näher zu kommen, die den Humanwissenschaften festen Boden für interdisziplinäres Erklären und Verstehen bieten. Dies wird im Buch an einer Reihe von Beispielen ausgeführt: an der Evolution freiheitserweiternder Leistungen wie Lernen, Reflexion und Kultur, an Aspekten des Sozialverhaltens, an der Evolution der Moralfähigkeit, an “opposed instincts” wie z. B. Aggression und Aggressionshemmung, an Verhaltensunterschieden der Geschlechter, an Bindungsverhalten und den Folgen von Bindungs- und Inzesttraumen und anderen. Das Wissen um biopsychische Verhaltensbereitschaften ist auch relevant für Anwendungswissenschaften, vor allem für Psychotherapie und Medizin. Dieses Wissen kann Spielräume erweitern – und damit auch die Freiheit, verantwortungsvoll zu handeln.

Stimmen zur ersten Auflage:

  • „Ein faszinierendes Buch, das unsere tierlichen Spiegelbilder wissenschaftlich strukturiert und fundiert verständlich macht, damit die partielle Sonderstellung des Menschen prägnant herausarbeitet und so wichtige Erkenntnisse beisteuert zu der zentralen Frage, wer und was wir Menschen wirklich sind.“ Helmut Pechlaner (2012), Schönbrunner Tiergarten Journal 3: 18; Vetmed-Magazin 2: 32
  • „Klare Beispiele ermöglichen dem Leser die Zusammenhänge zwischen Humanethologie, Psychologie und Philosophie besser zu verstehen.“ Barbara Antesberger (2012), Mitteilungen aus dem Haus der Natur 20: 106
  • „Darwin nicht nur auf die Morphologie anzuwenden, sondern auch auf das Verhalten des Menschen und auf seine ‚höheren‘, seine geistigen Fähigkeiten und Leistungen – dazu bedurfte es weiterer Schritte, weiterer Einsichten, weiterer Kränkungen. Aber immer noch arbeiten die verschiedenen Forschungszweige für sich – was zwar bequem, aber nicht erfreulich ist.“ – „Mir gefällt an dem Buch, dass man auf jeder Seite etwas lernen kann – Grund genug, es zu empfehlen!“ Gerhard Vollmer (2012), Naturwissenschaftliche Rundschau 7: 379

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