Fr. Jan 22nd, 2021
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Ausstellung: Im Spiegel der Anderen (24.5.-30.9.2012, Stadtmuseum Ingolstadt)

Im Spiegel der Anderen – Forschungen zum gemeinsamen Erbe der Menschen

Ausstellung im Stadtmuseum Ingolstadt in Zusammenarbeit mit der Gruppe Humanethologie des Max Planck Instituts Andechs

23. Mai – 30. September 2012

Alle Menschen verfügen über ein gemeinsames Erbe, ein Grundrepertoire an Emotionen, Kommunikationsformen, Wahrnehmungsleistungen, Bewertungen, Motivationen und Handlungsimpulsen. Die sogenannten Universalien bildeten sich in der langen Menschheitsgeschichte in Anpassung an die Lebensbedingungen, sie sind das evolutive Erbe aller Menschen. Diese Universalien gehen weit über einfache gefühlsbestimmte Verhaltensweisen hinaus und beeinflussen auch die komplexen sozialen Strategien, die Menschen in allen Kulturen in sehr ähnlicher Weise einsetzen, wenn sie bestimmte Ziele erreichen wollen.

Das Gemeinsame der Menschen, die Universalien, wird von der Humanethologie, der vergleichbaren Verhaltensforschung am Menschen untersucht. Der Begründer der Humanethologie, Irinäus Eibl-Eibesfeld, hat umfangreiche Forschungen zu Menschen auf allen fünf Kontinenten vorgelegt. Seine Ergebnisse und seine einzigartige Filmdokumentation zu Traditionalen Kulturen – die in das Weltkulturerbe aufgenommen werden soll – sowie die zahlreichen Studien seiner Forscherkolleginnen und Forscherkollegen bieten ein großartiges Material für die Ausstellung. Gerade in der heutigen Situation, in der viel von Differenzen zwischen Menschen, zwischen Ethnien und Kulturgruppen die Rede ist, vermag der erneute Blick auf das gemeinsame Erbe, also dem allen Menschen gleichen Gruppenrepertoire, ein wichtiges Argument an die Hand geben, sich auf das Verbindende zu besinnen für ein gelingendes Miteinander.

Die Ausstellung „Im Spiegel der Anderen – Forschungen zum gemeinsamen Erbe der Menschen“ illustriert die Themen anhand von Objekten, Texten, Bild- und Filmdokumenten.

Im Zentrum stehen fünf Themenbereiche:

  • Familialität
  • Kooperation
  • Angst und Angst-Abwehr
  • die Künste
  • das Fest

Das Gemeinsame menschlichen Wahrnehmens, Fühlens, Denkens und Handelns wird vergleichend anhand von fünf Traditionalen Kulturen verschiedener Subsistenz- und Organisationsformen und mit Transferbeispielen auf die westliche Moderne erklärt. Folgende fünf Kulturen werden dargestellt:

  • San, südliches Afrika
  • Eipo, Papua Neuguinea
  • Yanomami, oberer Orinoko/Venezuela
  • Himba, Namibien
  • Trobriander, Salomonsee/Papua Neuguinea

Organisiert wird die Ausstellung durch die Gruppe Humanethologie des Max-Planck-Institutes

Prof. Dr. Johanna Forster

Prof. Dr. Wulf Schievenhövel

Dr. Christa Sütterlin

 

Flyer zur Ausstellung pdf

Weitere Informationen

 

Zu dieser Ausstellung ist auch ein Taschenbuch erschienen: {booklibrary isbn=3932113608}

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